Torisches Konzept

Zur operativen Behandlung des Astigmatismus

Ob erlesene Produkte von IOL-Herstellern, Spezialinstrumente von Nischenanbietern oder eigene Produktinnovationen - wir fügen das Wissen einzelner spezialisierter Anbieter zu einem Gesamtkonzept zur operativen Behandlung des Astigmatismus zusammen.

Zu einer erfolgreichen Partnerschaft - gerade in der Medizin - gehört mehr als die Lieferung von Produkten bester Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen. Patientenansprüche an das Sehen nach einer OP steigen ständig, immer bessere Produkte bei der Standardversorgung - aber vor allem im Bereich der Premium-IOL - erfordern eine optimale OP- Vor- und Nachbereitung.

Selbst der Patient, der sich für eine Standardversorgung entscheidet, erwartet einen hervorragenden Visus. Produkte, Operationstechniken, Berechnungsformeln und vieles mehr sind in den letzten Jahren ständig optimiert worden. Produktinnovationen ermöglichen die Korrektur von Astigmatismen und teilweise sogar die weitgehende Brillenunabhängigkeit. Zwischenzeitlich gibt es unzählige Anbieter für Standard- und Premium IOL, von Großkonzernen bis zu Unternehmen aus Schwellenländern und „neuen Märkten“. Die Beziehung zwischen Lieferant und Kunde ist dabei in der Regel mehr eine Art Lieferkette. Oft wird der Arzt mit nicht zufriedenstellenden Ergebnissen und unzufriedenen Patienten allein gelassen. Sie sollte jedoch eine Beziehung sein, welche durch Begleitung und Beratung bei verschiedenen Problemstellungen geprägt ist.

Im Gebiet der torischen IOL haben wir uns in den letzten Monaten und Jahren ein spezielles Know-How angeeignet und machen uns ein über Jahre gewachsenes Netzwerk von Spezialisten zu Nutze. Wir bringen die richtigen Partner und Spezialisten zusammen!

Schwierigkeiten im Bereich der torischen IOL

Dabei sind viele Dinge für den nachhaltigen Erfolg einer Operation von großer Bedeutung

Unsere Lösungsansätze für die diversen Schwierigkeiten

1. Die Messung

Messung mit sehr präzisen Technologien, Zentrierung auf die Sehachse

2. Die Markierung

Problem: Tintenmarkierung, Tinte verschwimmt oder ist nicht mehr zu sehen, Zentrierung nach Augenmaß Lösung: Unser Epithelmarker setzt filigrane Markierungen in das Epithel, zentiert auf die Sehachse des Patienten

3. Die Operation

 

Problem: Operative Maßnahmen werden auf die Pupille zentriert. Die Rhexis ist wenig kontrollierbar hinsichtlich Zentrierung und Größe. Lösung: Zentrierung auf die Sehachse und Kontrolle des Astigmatismus mittels Ringlicht, optimale Rhexis-Größe dank Optical Zone Marker

4. Die Implantation

Problem: Wenig kontrollierbar, Markierungen kaum zu erkennen Lösung: Markierung eindeutig und gut sichtbar, Kontrolle durch Ringlicht

5. Das Ergebnis

Problem: ggf. “refractive Surprise”, Ergebnis ist nicht wie gewünscht oder unpräzise Lösung: Analyse mit ASSORT und ggf. Planung von Korrekturmaßnahmen

Instrumente von Mastel Precision

Die Instrumente von Mastel Precision sind seit Jahrzehnten für ihre Qualität, Präzision und Langlebigkeit bekannt. Ursprünglich mit Diamantmessern gestartet, liegt der Fokus des innovativen Unternehmens nun auf Markierungssystemen und Nischenprodukten im Bereich der hochwertigen Instrumente.

1. Verwendung der richtigen, präzisen und tintenfreien Marker, deren hauchdünne, atraumatische Markierungen in das Epitel auch nach Stunden noch hervorragend und eindeutig erkennbar sind, und deren feine Markierungen keine Rotationstoleranz zulassen. Die Markierungen sind spätestens 24h nach der OP nicht mehr sichtbar und hinterlassen keine Spuren.

2. Verwendung einer neuartigen Markierungsbrille, welche ein Fixationslicht für den Patienten auf das Glas projiziert (Synchronisation der optischen Achse von Arzt und Patient). Damit wird der Parallaxenfehler eliminiert. Dieser entsteht, wenn man die Achsen/Meridiane nicht unter Berücksichtigung der optischen Achse markiert.

3. Nutzung des Mastel Ringlicht zur intraoperativen Kontrolle. Das Ringlicht stellt nicht nur ein Fixationslicht für den Patienten unter dem OP-Mikroskop zur Verfügung. Gleichzeitig projiziert es auch 5 konzentrische Punktringe auf die Hornhaut, die meist gleichzeitig auch auf der Linse sichtbar werden. Je nach Stärke des Astigmantismus kann direkt intraoperativ kontrolliert werden, ob die Achsen/Meridiane korrekt platziert sind (qualitativ). Flüchtigkeitsfehler werden ausgeschlossen, Planungsfehler spätestens hier aufgedeckt.

4. Postoperative Kontrolle. Mit präziser Refraktionsbestimmung wird das postoperative Ergebnis kontrolliert. Ist das gewünschte Ergebnis nicht erreicht und/oder der Patient unzufrieden, beginnt die Fehleranalyse. Mit dem mächtigen Planungs- und Analysewerkzeug ASSORT® wird nun analysiert, warum das gewünschte Ergebnis nicht erreicht wurde und die entsprechende Korrektur geplant.

Ringlicht der 2. Generation

Während der Operation ist das Ringlicht von Mastel nützlich. Das Ringlicht lässt sich an den meisten handelsüblichen Mikroskopen befestigen. Es kann per Fußschalter ein- und ausgeschaltet werden und ist ansonsten nicht im Weg. Falls notwendig kann es mit einem Handgriff demontiert werden.

Das neue Ringlicht der 2. Generation besteht aus 5 konzentrische Ringen mit jeweils 36 LEDs, welche nicht nur zur INTRAOPERATIVEN, präzisen Identifikation des Astigmatismus dienen, sondern auch die gradgenaue Identifikation von Meridianen während der Operation erlauben. Darüber hinaus kann ebenso der Tilt einer IOL während der Operation erkannt und ggf. entsprechend behoben und Positionierungsfehler so vermieden werden.

Das Fixationslicht hilft dem Patienten nicht nur dabei, das Auge still zu halten und „etwas“ zu fixieren (unter topischer Anesthesie). Es sorgt vielmehr für die korrekte Zentrierung der Operation auf die optische Achse des Patienten - ob torische IOL oder LRI - worauf schließlich auch die Messung und Berechnung beruht.

Schwierigkeiten im Bereich der Kalkulation

ASSORT®: Datenbank und Problemlöser

ASSORT® ist ein einzigartiges Softwareprogramm, welches Ihre Erfahrungen sammelt, aus diesen lernt und sie quantifiziert. Dabei hilft es nicht nur, korrekte Implantate und Maßnahmen für eine Operation zu planen und FEHLER ZU VERMEIDEN, sondern auch unzufriedenstellende Ergebnisse zu verstehen und optimieren. Entsprechende postoperative Maßnahmen wie IOL-Rotation, LRIs oder auch andere Maßnahmen können erwogen und analysiert/simuliert werden. ASSORT® ist eine Datenbank aller persönlichen Erfahrungen und Ergebnisse. Es hilft, aus der Vergangenheit zu lernen. Je mehr Fälle eingegeben werden, desto besser werden die Ergebnisse in der Zukunft sein.

Präoperativ bestimmt das Programm die optimale IOL und deren Position. Es kalkuliert den OP-Plan, ähnlich wie herkömmliche Kalkulationsprogramme. Die Ergebnisse können idealerweise mit den Kalkulationen des Herstellers abgeglichen werden. ASSORT® hilft, FEHLER VON VORNHEREIN ZU VERMEIDEN, indem es mehr Informationen abfragen kann und präzisere Algorithmen nutzt.

Kommt es trotz penibler Planung zu einem "Refractive Surprise" lässt das Programm Sie nicht im Stich. ASSORT® hilft bei der Fehleranalyse und unterstützt dabei, die richtigen Korrekturmassnahmen abzuleiten. Es lässt sich berechnen, wie eine IOL nachrotiert werden muss, um ein besseres Ergebnis zu erzielen oder ggf. eine LRI zu planen.

Natürlich lässt sich auch anzeigen und simmulieren, welche Auswirkungen eine Deplatzierung der Inzision oder auch eine leichte Rotation der IOL hat.

Selbstverständlich ist ASSORT® für die Produkte der MEyeTech GmbH ein Service des Hauses. Für jeden Patienten, der mit einer unserer IOL versorgt wird, steht dieser Service kostenfrei zur Verfügung! Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Unsere OP-Plan Empfehlung für torische IOL

In der Schlussfolgerung müssen alle Faktoren VOR DER OPERATION sorgfältig berechnet und beachtet werden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Bei der Korrektur des Astigmatismus spielt aus diesem Grund jeder Baustein eine entscheidende Rolle:

  • korrektes vermessen und planen,
  • korrekte und präzise Markierung,
  • präzise Durchführung unter Kontrolle des Ringlichtes und
  • penible Erfolgskontrolle und Einleitung geeigneter Korrekturmaßnahmen.

Anwendungsbeispiele

Bei einer perfekten Ausrichtung der „Vektoren“ der Astigmatismen heben sich diese auf und es bleibt ggf. lediglich ein„Restastigmatismus“ auf der gleichen Achse.

 

In der Realität werden die „Kopplungseffekte“ des Astigmatismus oft unterschätzt. Dieses Beispiel zeigt den „blauen“ Ergebnisvektor, wenn sich der präoperave Astigmatismus (pink) mit einem Phacoschnitt (grün) paart.

 

Entscheidend ist dabei, dass der „Restastigmatismus“ ähnlich ist, aber eine andere Richtung hat. Alle folgenden Korrekturen müssen genau auf diese neue Richtung ausgerichtet sein, da sonst weitere Kopplungseffekte entstehen und das Ergebnis unter Umständen schlechter statt besser wird.